Schauspielerin Claudia Schmutzler kommt zum vierten Arendseer Filmfestival.

Arendsee l „Das Jugendfilmcamp meines Freundes und Schauspielkollegen Norman Schenk ist eine einmalige Chance für Jugendliche, sich auf das Filmgeschäft vorzubereiten“, erklärte Schauspieler Jörg Schüttauf am Dienstagabend. Er war direkt von seinem Hiddenseeurlaub auf einen Kurzabstecher ins Arendseer Jugendfilmcamp gekommen. Dort schaute er den jugendlichen Teilnehmern bei ihren Dreharbeiten zu.

Interessiert war er auch daran, wie beispielsweise Lena Kächele aus Biberach (Baden-Württemberg), Chiara Löffler aus Hamburg und Lars Berger aus Querfurt ihren Film über rechtsradikale Aktionen aufzogen. Er schaute beim Schneiden am Computer zu und fachsimpelte mit Campchef Norman Schenk und Schauspielprofessor Bernd Guhr, bei dem er ebenso wie Schenk und Wlaschiha einst seine Ausbildung hatte.

Er ist seit Jahren als Dozent im Camp dabei, ebenso wie viele andere Profis auf den Gebieten Schauspiel, Regie, Kamera, Drehbuch, Spezialeffekte VFX, Filmmusik und -fotografie, Stunt, Maskenbild und Dokumentation.

Diashow über Campleben

Zum vierten Filmfestival am Sonnabend, 9. September, ab 19 Uhr ist Schüttauf wegen eigener Filmprojekte nicht dabei. „Aber Claudia Schmutzler hat sich angesagt“, kündigte Norman Schenk an. Die bekannte Künstlerin (SoKo Wismar, Schwester Stefanie) werde in der Jury sitzen und die Filme mit bewerten.

Zur Eröffnung des Festivals wollen Norman Schenk und sein Team eine Diashow über das Campleben präsentieren. Danach folgt als erster Streifen der Hortfilm mit den Ferienkindern aus Arendsee und Umgebung. „Den bekommt die Einrichtung von uns geschenkt“, so Schenk.

Gezeigt werde dann ein Portfolio der Workshops. „Ich bin beeindruckt: Es ist so viel entstanden an Filmen, Fotos, Ideen und Musik, was von der großen Kreativität unserer Teilnehmer und ihrem Engagement zeugt“, so Schenk.

Videobotschaft von Tom Wlaschiha

Nach Grußworten von Gästen wie Schirmherrin Marina Kermer und Videobotschaften von Promis wie Game-Of-Thrones-Star Tom Wlaschiha laufen dann die Wettbewerbsfilme –eine Auswahl der besten Filme aus den vergangenen Jahren und die ersten neu entstandenen Kurzfilme des Jahrgangs 2017. „Eine Vorauswahl des Programms haben wir schon getroffen, aber die letzte Entscheidung darüber, was läuft, fällt erst kurz vorher“, machte Schenk deutlich.

Wie jedes Jahr im Sommer trafen sich junge Filmemacher aus dem deutschsprachigen Raum und aus ganz Europa zum Filmemachen am Arendsee. Fast 400 junge Filmschaffende waren 2017 vor Ort. Es sind 33 Kurzfilme entstanden, außerdem 4 Dokumentarfilme, 8 Filmmusiken und 3 Stuntfilme. „Außerdem haben wir sechs einheimische Persönlichkeiten porträtiert“, fügte Schenk hinzu.

Der Höhepunkt des Filmfestivals wird die Verleihung des Filmpreises „Die Perle der Altmark“ sein. Das Publikum wird erneut zur Jury und stimmt über den Publikumspreis ab.

Einlass ist am kommenden Sonnabend ab 18.30 Uhr in den großen Saal des Integrationsdorfes. Dann kosten die Eintrittskarten an der Abendkasse 6 Euro.

Im Vorverkauf sind die Tickets in der Tourist-Information für 5 Euro zu haben. Vorbestellungen sind unter der Telefonnummer 039384/27164 möglich. Weitere Informationen gibt es auf den Homepages www.filmfestival-arendsee.de / www.jugendfilmcamp.de.

Foto 1

Tim Rogasch aus Berlin (vorn) fotografiert Norman Schenk (hinten von links), Schauspieler Jörg Schüttauf und Schauspielprofessor Bernd Guhr, die sich einen Film in Rohfassung am Computer anschauen. Den haben Lena Kächele Mitte von rechts), Chiara Löffler und Lars Berger aus Querfurt gedreht. Foto: Helga Räßler

 

Quelle: Volksstimme vom 7.9.2017 von Helga Räßler